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Teil 3: Kurs - Digitale Transformation: Digitaler Reifegrad

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Bei jeder Reise braucht man nicht nur ein Ziel vor Augen, sondern man muss auch wissen, von wo man startet. Nur dann kann man einen entsprechenden Fahrplan erstellen.

Bei der Definition des digitalen Fahrplans (digitale Roadmap) ist das nicht anders.

Deshalb ist der erste Schritt bei der 7-Schritt-Methode der digitalen Transformation die Bestimmung des aktuellen Reifegrades der notwendigen digitalen Fähigkeiten bzw. Kompetenzen. Das geschieht mit dem Reifegradmodell, das den Reifegrad aus insgesamt sechs verschiedenen Kernkompetenzen bestimmt.

Die Kernkompetenzen

Ein Unternehmen besteht aus Ressourcen (z.B. die Mitarbeiter, Werkzeuge und Maschinen), Methoden und Abläufen. Betrachtet man verschiedene Unternehmen aus der gleichen Branche, so sind die Unterschiede zwischen diesen Ressourcen oftmals nur sehr gering und bieten deshalb kaum einen Wettbewerbsvorteil.

 Nur dann, wenn ein Unternehmen auch fähig ist, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, wird sich ein Unternehmen gegenüber der Konkurrenz behaupten können.

Bei der digitalen Transformation spricht man in diesem Zusammenhang dann auch von den digitalen Fähigkeiten bzw. Kompetenzen. Hierbei haben sich insgesamt sechs verschiedene Fähigkeiten als besonders bedeutsam erwiesen, damit ein Unternehmen eine Transformation in Angriff nehmen kann.

Die sechs digitalen Kompetenzen, die gemessen werden, sind:

  • Innovationskompetenz (Innovation Capability)
  • Veränderungskompetenz (Transformation Capability)
  • IT-Kompetenz (IT Excellence)
  • Kunden-Orientierung (Customer Centricity)
  • Efficient Knowledge Work
  • Operational Excellence (Operational Excellence)

Mittels eines Fragebogens wird für jede dieser sechs Kompetenzen der aktuelle Reifegrad bestimmt (Ist-Zustand). Die Ergebnisse können dann in einem Netzdiagramm dargestellt werden.

Bei der Innovationskompetenz geht es im Wesentlichen darum, ob in einem Unternehmen bereits eine offene Kultur vorherrscht, die neue Ideen zulässt und diese auch systematisch abarbeiten kann.

Bei der Veränderungskompetenz misst man die Fähigkeit, nicht nur eine strukturelle Veränderung (also Prozesse und Veränderungen der Organisation), sondern auch eine kulturelle Veränderung im Unternehmen umzusetzen.

Die dritte Fähigkeit bezieht sich auf die Kompetenz für die Nutzung der vorhandenen IT-Infrastruktur und auf die Offenheit der Mitarbeiter, neue Technologien zu nutzen.

Diese drei Fähigkeiten sind die sogenannten Enabler, mit deren Hilfe die folgenden drei Fähigkeiten entwickelt werden können. Dies ist zum einen die Kunden-Orientierung, zum anderen die Fähigkeit, interne Prozesse optimal und effizient zu gestalten, und drittens das Vermögen, die zuvor ausgestalteten Prozesse auch umsetzen zu können (Operational Excellence). 

Die dritte Fähigkeit, die des effizienten Wissensarbeiters, zielt auf das Wissen und die Entfaltungsmöglichkeit des einzelnen Mitarbeiters ab. Denn nur, wenn sich Mitarbeiter ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen bewusst sind und auch sehen, dass ihre Arbeit in dem Netzwerk, in dem sie arbeiten, geschätzt wird, entsteht eine Brutstätte der Innovation.

Mit dem so erhobenen Reifegrad der sechs Kompetenzen ist es nunmehr möglich, den Soll-Zustand zu definieren, den man erreichen möchte. Also kann man jetzt gezielt die Bereiche betrachten, die den größten Handlungsbedarf haben.

Ausblick auf den nächsten Schritt

Was mögliche Handlungen sind, um die einzelnen Kompetenzen weiter auszubauen, werden wir im nächsten Schritt erfahren, der Bestimmung der digitalen Szenarien.

Dann geht es um die Definition möglicher Szenarien bzw. Projekte, die gezielt die einzelnen Kompetenzen im Unternehmen verbessern.

Teil 1: Kurs - Digitale Transformation: Einführung

Teil 2: Kurs - Digitale Transformation: Die 7 Schritte

 

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Über Markus Tebel

Markus Tebel ist seit mehr als 16 Jahren als Berater und Produkt-/Service Manager im internationalen Bereich tätig und definiert für seine Kunden maßgeschneiderte Servicekonzepte in der digitalen Welt.

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